REFERENZ · BESTANDSVERMESSUNG · HANNOVER

Den Bestand verstehen.
Die Sanierung vorbereiten.

3D-Laserscanning einer Bundeswehr-Kaserne in Hannover: 25.000 m² Grundfläche als digitale Grundlage für die geplante Kernsanierung und die technische Gebäudeausrüstung.

Bildmontage der Kasernenfassade in Hannover: Übergang von der Gebäudeansicht zur farbigen Punktwolke
Vom realen Gebäude zur digitalen Bestandsgrundlage · Bildmontage

DER GESAMTKOMPLEX AUS DER LUFT

Die Dimension der Kaserne auf einen Blick.

Gesamtansicht der Kurt-Schumacher-Kaserne in Hannover mit weitläufigem Gebäudekomplex
Gesamtübersicht der Kurt-Schumacher-Kaserne: Die Luftansicht macht die Dimension des rund 25.000 m² umfassenden Aufnahmeprojekts deutlich.
Schrägluftbild der Kurt-Schumacher-Kaserne mit Innenhof und Gebäudeflügeln
Gebäudestruktur und Innenhöfe im Überblick – eine wichtige Grundlage für die geplante Kernsanierung.
25.000 m²Grundfläche
1.565Scannerstandpunkte
RTC360Laserscanner von Leica
E57 + LGSxGelieferte Punktwolkendaten

01 / DIE AUFGABE

Eine neue Nutzung beginnt mit einer aktuellen Bestandsaufnahme.

Die Bundeswehr-Kaserne in Hannover soll wieder in Dienst gestellt werden. Dafür ist eine umfassende Kernsanierung einschließlich der technischen Gebäudeausrüstung vorgesehen. Bevor Architektur und Fachplanung ihre Konzepte ausarbeiten können, benötigen sie eine aktuelle, nachvollziehbare Grundlage des vorhandenen Gebäudebestands.

Bei einem Projekt dieser Größenordnung müssen zahlreiche räumliche Zusammenhänge berücksichtigt werden: die Anordnung der Räume, die Geometrie der Geschosse, Höhenverhältnisse und die Übergänge zwischen einzelnen Gebäudeteilen. Bestehende Unterlagen allein beantworten nicht immer alle Fragen, die sich bei einer Sanierung stellen.

Unser Auftrag war die digitale Bestandsaufnahme mit dem Leica RTC360 und die Lieferung der Punktwolken in den Formaten E57 und LGSx. Die Daten dienen der weiteren Planung und der Ableitung aktueller Bestandspläne.

Farbige Punktwolke der mehrgeschossigen Kasernenfassade mit zentralem Durchgang in Hannover
BESTAND DIGITAL ERFASST Die Punktwolke bildet die gemessenen Oberflächen räumlich ab und macht die Gebäudegeometrie für die weitere Bearbeitung zugänglich.

02 / NUTZEN FÜR DIE SANIERUNGSPLANUNG

Aus Messdaten wird eine
gemeinsame Arbeitsgrundlage.

Eine Kernsanierung verbindet viele Einzelentscheidungen. Aktuelle Bestandsdaten helfen, diese Entscheidungen frühzeitig auf die tatsächlichen räumlichen Verhältnisse abzustimmen.

01

Grundrisse und Schnitte vorbereiten

Aus der Punktwolke lassen sich in geeigneter Planungssoftware Grundrisse, Schnitte und Ansichten ableiten. Die gemessene Geometrie liefert dafür die räumliche Grundlage. Benötigte Schnittebenen können passend zur jeweiligen Planungsfrage gewählt werden.

02

Umbauten im Bestand einordnen

Raumaufteilungen, Öffnungen und Höhen lassen sich im erfassten Bestand nachvollziehen. Architektur und Fachplanung können geplante Eingriffe mit der vorhandenen Geometrie abgleichen und Anschlussbereiche zwischen Altbestand und neuer Planung gezielter bearbeiten.

03

TGA räumlich koordinieren

Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektrotechnik benötigen Platz. Die Bestandsgeometrie unterstützt die Prüfung von Leitungswegen, Installationszonen und verfügbaren Raumhöhen. Erfasste, sichtbare technische Komponenten können dabei in die räumliche Abstimmung einbezogen werden.

04

Rückfragen fundierter klären

Eine digitale Bestandsgrundlage erleichtert es den Beteiligten, sich auf denselben Gebäudebereich zu beziehen. Viele geometrische Fragen lassen sich anhand der aufgenommenen Daten am Arbeitsplatz prüfen. Zusätzliche Ortstermine können dadurch gezielter vorbereitet werden.

Was die Punktwolke leistet: Sie dokumentiert erfasste Oberflächen und deren räumliche Lage. Die fachliche Bewertung von Bauteilen, verdeckten Leitungen, Tragfähigkeit oder Brandschutz bleibt Aufgabe der jeweiligen Fachplanung.

03 / ERFASSUNG

1.565 Standpunkte.
Ein umfangreicher Bestand.

Die Aufnahme erfolgte mit dem Leica RTC360. Insgesamt waren 1.565 Scannerstandpunkte erforderlich. Diese Zahl verdeutlicht den Umfang der Bestandsaufnahme und den Aufwand, unterschiedliche Sichtbeziehungen und Gebäudebereiche messtechnisch abzudecken.

Ein einzelner Scan erfasst nur Oberflächen, die vom jeweiligen Standort aus sichtbar sind. Für die räumliche Dokumentation eines großen Gebäudebestands werden deshalb zahlreiche Aufnahmepositionen benötigt. Die daraus gewonnenen Daten bilden die Grundlage für die anschließende Auswertung und Übergabe an die Planung.

Entscheidend ist dabei nicht allein die Menge der Messdaten. Ebenso wichtig ist, sie so bereitzustellen, dass das Planungsteam mit ihnen im Alltag sinnvoll arbeiten kann.

04 / STRUKTURIERTE DATENÜBERGABE

Große Datenmenge.
Gezielt bearbeitbare Teilbereiche.

Die Punktwolke wurde als separate Einzeldateien geliefert. Eine einzige Kompaktpunktwolke wäre für die Bearbeitung im eingesetzten Planungsprogramm nicht praktikabel gewesen.

Die Aufteilung ermöglicht es, die jeweils benötigten Geschosse oder Gebäudeteile gezielt auszuwählen. Für eine konkrete Planungsaufgabe muss damit nicht der gesamte Datenbestand gleichzeitig eingebunden werden.

So kann die Bearbeitung auf den relevanten Ausschnitt konzentriert werden: beispielsweise auf ein Geschoss für die Grundrissplanung oder einen Gebäudeteil für die Abstimmung der technischen Gebäudeausrüstung.

Die Datenorganisation ist damit ein wesentlicher Teil der Leistung. Sie verbindet den Umfang der Vermessung mit den praktischen Anforderungen der anschließenden Planung.

01

Bereich auswählen

Benötigtes Geschoss oder Gebäudeteil bestimmen.

02

Einzeldateien einbinden

Den für die Aufgabe relevanten Datenumfang laden.

03

Gezielt weiterbearbeiten

Bestand auswerten und als Referenz für die Planung nutzen.

DATENFORMAT

E57

Punktwolkendaten zur Weiterverarbeitung in kompatibler Software. Der konkrete Importweg richtet sich nach dem verwendeten CAD- oder BIM-Programm.

DATENFORMAT

LGSx

Punktwolkendaten zur Nutzung in kompatiblen Leica-Anwendungen und entsprechenden Softwareanbindungen – als Grundlage für die Betrachtung und weitere Arbeit am digitalen Bestand.

05 / VISUELLE EINBLICKE

Den Bestand aus verschiedenen
Perspektiven betrachten.

Bildmontage der Kasernenfassade mit Gebäudeansicht, farbiger Punktwolke und farblich klassifizierter Darstellung
Bildmontage: Gebäudeansicht, Punktwolke und klassifizierte Darstellung im direkten Zusammenhang.
Klassifizierte Punktwolkenansicht der Kasernenfassade mit unterschiedlich eingefärbten Bereichen von Gebäude und Umgebung
Die klassifizierte Ansicht unterscheidet Bereiche der Punktwolke farblich. Sie ist eine andere Darstellung des Bestands, kein fertiges Bauteil- oder BIM-Modell.

06 / DAS ERGEBNIS

Bestandsdaten, mit denen die Planung weiterarbeiten kann.

Geliefert wurde ein umfangreicher digitaler Gebäudebestand als E57- und LGSx-Punktwolken in separaten Einzeldateien. Diese Struktur erlaubt die gezielte Auswahl von Geschossen und Gebäudeteilen und erleichtert die Arbeit mit dem großen Datenumfang.

Damit steht für die geplante Kernsanierung eine aktuelle geometrische Grundlage zur Verfügung. Sie unterstützt die Erstellung von Bestandsplänen, die räumliche Abstimmung der Gewerke und die Vorbereitung der weiteren Sanierungsplanung.

Vom Aufmaß bis zur nutzbaren Datenübergabe: Der Wert einer Bestandsvermessung zeigt sich darin, wie gut die Ergebnisse zu den Aufgaben der Planungsbeteiligten passen.

WEITERFÜHRENDE LEISTUNGEN & REFERENZEN

Mehr zur digitalen Bestandsaufnahme.

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