REFERENZ · BESTANDSVERMESSUNG · HANNOVER
Den Bestand verstehen.
Die Sanierung vorbereiten.
3D-Laserscanning einer Bundeswehr-Kaserne in Hannover: 25.000 m² Grundfläche als digitale Grundlage für die geplante Kernsanierung und die technische Gebäudeausrüstung.

DER GESAMTKOMPLEX AUS DER LUFT
Die Dimension der Kaserne auf einen Blick.


01 / DIE AUFGABE
Eine neue Nutzung beginnt mit einer aktuellen Bestandsaufnahme.
Die Bundeswehr-Kaserne in Hannover soll wieder in Dienst gestellt werden. Dafür ist eine umfassende Kernsanierung einschließlich der technischen Gebäudeausrüstung vorgesehen. Bevor Architektur und Fachplanung ihre Konzepte ausarbeiten können, benötigen sie eine aktuelle, nachvollziehbare Grundlage des vorhandenen Gebäudebestands.
Bei einem Projekt dieser Größenordnung müssen zahlreiche räumliche Zusammenhänge berücksichtigt werden: die Anordnung der Räume, die Geometrie der Geschosse, Höhenverhältnisse und die Übergänge zwischen einzelnen Gebäudeteilen. Bestehende Unterlagen allein beantworten nicht immer alle Fragen, die sich bei einer Sanierung stellen.
Unser Auftrag war die digitale Bestandsaufnahme mit dem Leica RTC360 und die Lieferung der Punktwolken in den Formaten E57 und LGSx. Die Daten dienen der weiteren Planung und der Ableitung aktueller Bestandspläne.

02 / NUTZEN FÜR DIE SANIERUNGSPLANUNG
Aus Messdaten wird eine
gemeinsame Arbeitsgrundlage.
Eine Kernsanierung verbindet viele Einzelentscheidungen. Aktuelle Bestandsdaten helfen, diese Entscheidungen frühzeitig auf die tatsächlichen räumlichen Verhältnisse abzustimmen.
Grundrisse und Schnitte vorbereiten
Aus der Punktwolke lassen sich in geeigneter Planungssoftware Grundrisse, Schnitte und Ansichten ableiten. Die gemessene Geometrie liefert dafür die räumliche Grundlage. Benötigte Schnittebenen können passend zur jeweiligen Planungsfrage gewählt werden.
Umbauten im Bestand einordnen
Raumaufteilungen, Öffnungen und Höhen lassen sich im erfassten Bestand nachvollziehen. Architektur und Fachplanung können geplante Eingriffe mit der vorhandenen Geometrie abgleichen und Anschlussbereiche zwischen Altbestand und neuer Planung gezielter bearbeiten.
TGA räumlich koordinieren
Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektrotechnik benötigen Platz. Die Bestandsgeometrie unterstützt die Prüfung von Leitungswegen, Installationszonen und verfügbaren Raumhöhen. Erfasste, sichtbare technische Komponenten können dabei in die räumliche Abstimmung einbezogen werden.
Rückfragen fundierter klären
Eine digitale Bestandsgrundlage erleichtert es den Beteiligten, sich auf denselben Gebäudebereich zu beziehen. Viele geometrische Fragen lassen sich anhand der aufgenommenen Daten am Arbeitsplatz prüfen. Zusätzliche Ortstermine können dadurch gezielter vorbereitet werden.
03 / ERFASSUNG
1.565 Standpunkte.
Ein umfangreicher Bestand.
Die Aufnahme erfolgte mit dem Leica RTC360. Insgesamt waren 1.565 Scannerstandpunkte erforderlich. Diese Zahl verdeutlicht den Umfang der Bestandsaufnahme und den Aufwand, unterschiedliche Sichtbeziehungen und Gebäudebereiche messtechnisch abzudecken.
Ein einzelner Scan erfasst nur Oberflächen, die vom jeweiligen Standort aus sichtbar sind. Für die räumliche Dokumentation eines großen Gebäudebestands werden deshalb zahlreiche Aufnahmepositionen benötigt. Die daraus gewonnenen Daten bilden die Grundlage für die anschließende Auswertung und Übergabe an die Planung.
Entscheidend ist dabei nicht allein die Menge der Messdaten. Ebenso wichtig ist, sie so bereitzustellen, dass das Planungsteam mit ihnen im Alltag sinnvoll arbeiten kann.
04 / STRUKTURIERTE DATENÜBERGABE
Große Datenmenge.
Gezielt bearbeitbare Teilbereiche.
Die Punktwolke wurde als separate Einzeldateien geliefert. Eine einzige Kompaktpunktwolke wäre für die Bearbeitung im eingesetzten Planungsprogramm nicht praktikabel gewesen.
Die Aufteilung ermöglicht es, die jeweils benötigten Geschosse oder Gebäudeteile gezielt auszuwählen. Für eine konkrete Planungsaufgabe muss damit nicht der gesamte Datenbestand gleichzeitig eingebunden werden.
So kann die Bearbeitung auf den relevanten Ausschnitt konzentriert werden: beispielsweise auf ein Geschoss für die Grundrissplanung oder einen Gebäudeteil für die Abstimmung der technischen Gebäudeausrüstung.
Die Datenorganisation ist damit ein wesentlicher Teil der Leistung. Sie verbindet den Umfang der Vermessung mit den praktischen Anforderungen der anschließenden Planung.
Bereich auswählen
Benötigtes Geschoss oder Gebäudeteil bestimmen.
Einzeldateien einbinden
Den für die Aufgabe relevanten Datenumfang laden.
Gezielt weiterbearbeiten
Bestand auswerten und als Referenz für die Planung nutzen.
DATENFORMAT
E57
Punktwolkendaten zur Weiterverarbeitung in kompatibler Software. Der konkrete Importweg richtet sich nach dem verwendeten CAD- oder BIM-Programm.
DATENFORMAT
LGSx
Punktwolkendaten zur Nutzung in kompatiblen Leica-Anwendungen und entsprechenden Softwareanbindungen – als Grundlage für die Betrachtung und weitere Arbeit am digitalen Bestand.
05 / VISUELLE EINBLICKE
Den Bestand aus verschiedenen
Perspektiven betrachten.


06 / DAS ERGEBNIS
Bestandsdaten, mit denen die Planung weiterarbeiten kann.
Geliefert wurde ein umfangreicher digitaler Gebäudebestand als E57- und LGSx-Punktwolken in separaten Einzeldateien. Diese Struktur erlaubt die gezielte Auswahl von Geschossen und Gebäudeteilen und erleichtert die Arbeit mit dem großen Datenumfang.
Damit steht für die geplante Kernsanierung eine aktuelle geometrische Grundlage zur Verfügung. Sie unterstützt die Erstellung von Bestandsplänen, die räumliche Abstimmung der Gewerke und die Vorbereitung der weiteren Sanierungsplanung.
Vom Aufmaß bis zur nutzbaren Datenübergabe: Der Wert einer Bestandsvermessung zeigt sich darin, wie gut die Ergebnisse zu den Aufgaben der Planungsbeteiligten passen.
WEITERFÜHRENDE LEISTUNGEN & REFERENZEN
Mehr zur digitalen Bestandsaufnahme.
IHR SANIERUNGSPROJEKT
Wie gut kennen Sie
Ihren Gebäudebestand?
Wir besprechen mit Ihnen, welche Bereiche erfasst werden sollen und wie die Punktwolkendaten für Ihre Planungsaufgaben sinnvoll aufgeteilt und bereitgestellt werden können.


