Projektvideo · 3D-Vermessung

Alte Post Bielefeld im Video: vom Laserscan zum Bestandsgrundriss

Projektvideo Alte Post Bielefeld: eine historische Büroetage mit Leica RTC360 erfassen. Punktwolke, 3D-Bestandsmodell und daraus abgeleiteten Grundriss verstehen. Auf YouTube ansehen ↗

Was zeigt das Video aus der Alten Post in Bielefeld?

Das Projektvideo begleitet die digitale Bestandsaufnahme einer historischen Büroetage in der ehemaligen Postdirektion Bielefeld. Es erläutert den Zusammenhang zwischen der Aufnahme mit dem Leica RTC360, der Aufbereitung der Punktwolke und der Bereitstellung von Daten für die weitere Bestandsplanung. Das Beispiel richtet sich an Architekten, Eigentümer und Planer, die vorhandene Gebäude für Umbau, Neuordnung oder Vermietung zuverlässig dokumentieren möchten.

Die nachfolgenden Erläuterungen erklären den Arbeitsablauf und die dokumentierten Projektergebnisse. Eine ausführliche Darstellung mit Projektbildern finden Sie auf der Referenzseite Alte Post Bielefeld.

Die Aufgabe: aktuelle Bestandsdaten einer Büroetage

In einem historischen Gebäude bilden ältere Bauzeichnungen den tatsächlichen Zustand häufig nicht vollständig ab. Für die weitere Nutzung der Bürofläche wurden deshalb aktuelle Geometriedaten benötigt: Räume und Flure, Wandverläufe, Öffnungen und sichtbare Einbauten sollten in einem zusammenhängenden digitalen Bestand nachvollziehbar werden.

Die Aufnahme schafft eine gemeinsame Grundlage für Eigentümer, Architektur und Planung. Raumaufteilungen lassen sich anhand aktueller Daten besprechen, statt ausschließlich auf alte Unterlagen oder einzelne vor Ort gemessene Maße zurückzugreifen.

Laserscanning mit dem Leica RTC360

Der Leica RTC360 erfasst die sichtbare Gebäudegeometrie aus mehreren Scannerstandpunkten. Die einzelnen Aufnahmen ergänzen sich, damit zusammenhängende Räume und Flure räumlich zugeordnet werden können. Gute Standpunktplanung ist besonders bei unregelmäßigen Raumfolgen und historischen Bauteilen wichtig.

Erfasst werden die zugänglichen und einsehbaren Oberflächen. Verdeckt liegende Bauteile, verschlossene Bereiche oder Leitungen innerhalb von Wänden sind ohne ergänzende Untersuchungen nicht Teil der sichtbaren Scan-Geometrie. Der Aufnahmeumfang wird daher vor dem Einsatz auf die Planungsaufgabe abgestimmt.

Registrierung: aus Einzelaufnahmen wird eine Punktwolke

Nach der Aufnahme werden die Scannerstandpunkte registriert, kontrolliert und zu einer konsistenten Punktwolke zusammengeführt. Diese räumlichen Messdaten erlauben es, den erfassten Bestand am Bildschirm zu untersuchen und Maße innerhalb der vereinbarten Genauigkeit zu kontrollieren. So können viele Rückfragen bearbeitet werden, ohne jede Stelle erneut vor Ort aufzumessen.

Für das Projekt Alte Post Bielefeld wurden die registrierten Daten als E57 und LGSx bereitgestellt. E57 ermöglicht die Weiterverarbeitung in geeigneter Punktwolken- und Planungssoftware. LGSx unterstützt die anschauliche Prüfung und Abstimmung des aufgenommenen Bestands in der Leica-Umgebung.

Vom 3D-Bestandsmodell zum digitalen Grundriss

Eine Punktwolke enthält Messpunkte, aber noch keine fertig gezeichneten Wände, Türen oder Raumstempel. Für die Planerstellung wurde der Bestand deshalb zunächst auf Grundlage der Punktwolke dreidimensional modelliert. Aus diesem 3D-Bestandsmodell wurden der digitale Bestandsgrundriss und die Flächenübersicht abgeleitet.

Dieser Arbeitsschritt ist wesentlich: Grundrisse, Schnitte und Ansichten werden in unserem Workflow erst nach der Modellierung in Revit oder ArchiCAD aus dem Modell erzeugt. Welche Pläne tatsächlich benötigt werden, wird je Projekt festgelegt. Beim Bielefelder Beispiel standen der Bestandsgrundriss und die strukturierte Flächenübersicht im Vordergrund.

Welche Ergebnisse wurden in Bielefeld bereitgestellt?

Die Flächenübersicht unterstützt die Projektarbeit. Welche Flächenart und Berechnungsgrundlage für eine konkrete Nutzung benötigt wird, muss gesondert festgelegt werden. Mehr dazu finden Sie unter Wohnflächen- und Flächenberechnung.

Warum ist die digitale Bestandsaufnahme für einen Umbau hilfreich?

Aktuelle Geometriedaten machen räumliche Zusammenhänge leichter verständlich. Planer können den Bestand prüfen, mögliche Raumaufteilungen diskutieren und die nächsten Bearbeitungsschritte auf eine nachvollziehbare Grundlage stellen. Die Kombination aus Punktwolke, Modell und abgeleitetem Grundriss verbindet die räumliche Dokumentation mit Unterlagen, die sich im Planungsalltag weiterverwenden lassen.

Das Verfahren eignet sich auch für andere Bestandsgebäude, bei denen aktuelle Pläne fehlen oder vorhandene Unterlagen überprüft werden müssen. Aufnahmeumfang, erforderliche Genauigkeit und gewünschte Datenformate richten sich dabei immer nach der jeweiligen Aufgabe.

Ein ähnliches Gebäude aufnehmen lassen

Für ein Angebot helfen uns der Standort, die ungefähre Fläche und Geschosszahl, vorhandene Unterlagen sowie die gewünschten Ergebnisse. Benötigen Sie ausschließlich eine Punktwolke für Ihre eigene Bearbeitung oder zusätzlich ein Bestandsmodell und daraus abgeleitete Pläne? Diese Entscheidung bestimmt den Auswertungsumfang.

Informieren Sie sich über 3D-Laserscanning von Gebäuden und unsere Gebäudevermessung in Bielefeld. Unter Punktwolken erfassen und bearbeiten erläutern wir die Aufbereitung der Messdaten.

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