Referenz & Projekt

3D-Bestandsaufnahme zweier Glasfassaden für die Sanierungsplanung der TU Braunschweig

REFERENZPROJEKT · TECHNISCHE UNIVERSITÄT BRAUNSCHWEIG · GLASFASSADEN

3D-Bestandsaufnahme zweier Glasfassaden für die Sanierungsplanung der TU Braunschweig

Für das Institut für Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie wurden zwei Pfosten-Riegel-Glasfassaden räumlich erfasst und anhand eines 3D-Bestandsmodells detailliert dokumentiert. Die präzisen Bestandsdaten unterstützen die Planung einer Sanierung beziehungsweise eines möglichen Austauschs der Fassadenkonstruktionen.

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Pfosten-Riegel-Glasfassade am Institut für Pharmazie der TU Braunschweig mit geneigten Glasflächen und Stahlprofilen
Bestandsfassade am Institut für Pharmazie – Aufnahme vor der vorgesehenen Sanierung.
2 FassadenNord und Süd / MS 1.1 und MS 1.2
3D-LaserscanningDigitale geometrische Bestandsaufnahme
CAD & BIM3D-Modell und abgeleitete 2D-Ansichten
IFC · DWG · DXF · PDFProjektbezogene Datenübergabe

01 / AUFGABENSTELLUNG

Exakte Bestandsgeometrie statt Schätzmaße

Auftraggeber war das Facility Management der Technischen Universität Braunschweig. Die Abstimmung erfolgte unter anderem mit dem beteiligten Architekturbüro Platter Architekten BDA. Für die weitere Planung sollten die bestehenden Pfosten-Riegel-Fassaden MS 1.1 und MS 1.2 geometrisch belastbar aufgenommen werden.

Bei einer Fassadensanierung sind nicht nur Breite und Höhe relevant: Profilquerschnitte, Teilungsraster, konstruktive Knickpunkte, Neigungen, Glasfelder und Anschlüsse an die angrenzende Bausubstanz beeinflussen die Planung. Gerade bei einer späteren Fertigung neuer Elemente hilft ein digital erfasstes Bestandsmodell, geometrische Annahmen frühzeitig zu überprüfen.

02 / TECHNISCHE DOKUMENTATION

Nord- und Südfassade mit unterschiedlichen Geometrien

Nordfassade – Treppenhausbereich

Der Bestandsplan der Nordfassade dokumentiert einen rund 7,50 m breiten Fassadenbereich. Neben der Innenansicht wurden Grundriss, Schnitt A–A und perspektivische Darstellungen ausgearbeitet. Sichtbar sind unter anderem Stahlhohlprofile, eine geneigte obere Fassadenzone sowie der Anschluss an Stahlbeton- und Stahlbauteile.

Südfassade – großflächige Verglasung

Bei der Südfassade wurde die breitere, mehrfach unterteilte Glasfassade aufgenommen. Die Bestandsplanung enthält Innenansicht, Grundriss und Schnitt A–A mit relevanten Höhen, Neigungswechseln und konstruktiven Details. Im Plan ist unter anderem eine Breite von rund 11,98 m im betrachteten Fassadenbereich ausgewiesen.

Video: Nordfassade – räumliche Dokumentation der Pfosten-Riegel-Konstruktion
Video: Südfassade – Visualisierung des erfassten Bestands

Original-Bestandspläne zur Ansicht

Südfassade – Fassadenansicht als PDF ↗

Alle drei Pläne dokumentieren die konstruktive Bestandsgeometrie für die weitere Fassadenplanung.

03 / UNSER ARBEITSABLAUF

Vom Laserscan zum verlässlichen Fassadenmodell

01 / AUFMESSEN

3D-Erfassung

Die sichtbaren Fassaden, Anschlüsse und Profilverläufe werden mit terrestrischem 3D-Laserscanning räumlich aufgenommen.

02 / AUSWERTEN

Punktwolke

Scannerstandpunkte werden registriert, geprüft und als geometrische Basis für die Bestandskonstruktion aufbereitet.

03 / MODELLIEREN

3D-Bestandsmodell

Pfosten, Riegel, Glasflächen, Knickpunkte und relevante Anschlüsse werden aus der Punktwolke im 3D-Modell nachgebildet.

04 / ABLEITEN

Planunterlagen

Aus dem fertigen Modell werden bemaßte Fassadenansichten, Grundrisse und Schnitte für die Planung erzeugt.

Wichtig: Die zweidimensionalen DWG- und PDF-Pläne wurden nicht unmittelbar aus der Punktwolke gezeichnet. Zunächst entstand die modellierte Bestandsgeometrie, aus der die benötigten Zeichnungen und Ansichten abgeleitet wurden.

04 / DATENÜBERGABE

Ein Datenbestand für unterschiedliche Planungssoftware

Die Ergebnisse wurden für die technische Weiterbearbeitung in unterschiedlichen digitalen Formaten bereitgestellt. Das IFC-Modell erlaubt die Weiterverwendung als offener BIM-Datensatz; DWG und DXF unterstützen die CAD-Bearbeitung. Die bemaßten PDF-Zeichnungen dienen der schnellen Ansicht und Abstimmung.

IFC – 3D-BestandsmodellDWG – CAD-PläneDXF – CAD-AustauschPDF – Ansichten und Schnitte

Ergänzend können hochauflösende Ansichten aus der LGSx-Punktwolke bereitgestellt werden, um die reale Einbausituation anschaulich zu dokumentieren.

05 / NUTZEN FÜR DIE SANIERUNG

Planungssicherheit vor dem Austausch der Glasfassade

Konstruktive Details nachvollziehen

Rastermaße, Neigungswechsel und Anschlussgeometrien werden nachvollziehbar dokumentiert. Dies verbessert die Ausgangslage für die Prüfung neuer Fassadenelemente und ihrer Einpassung in die bestehende Gebäudestruktur.

Abstimmung zwischen Fachplanern

Durch konsistente 3D- und 2D-Daten können Architekturbüro, Facility Management und ausführender Fassadenbau auf denselben geometrischen Bestand Bezug nehmen. Die konstruktive Ausführungs- und Montageplanung erfolgt auf dieser Grundlage durch die zuständigen Planungsbeteiligten.

BESTANDSAUFNAHME FÜR FASSADENSANIERUNG

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